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Blickwinkel

Mein Blickwinkel im Februar

Verrückte Zeiten, möchte man meinen. Und das nicht nur wegen der Fastnachtszeit. Nein, was sich derzeit in der Politik abspielt, ist schon auch ein Narrenschauspiel. Will uns in Deutschland denn wirklich keiner regieren? Da sondieren 4 Jamaikaner wochenlang über ungelegte Eier und Posten. Und dann meint ein egoistischer Jung-Narziss, dass Kompromisse einzugehen, unter seiner Würde wäre und geht einfach nach Hause.

Nochmals wochenlange Sondierungen, Sondierungsabstimmungen auf Parteitagen und dann schwierige Koalitionsverhandlungen mit abschliessendem Postengeschachere. Wer jetzt meint, die neue Regierung steht, der irrt. Nochmals 4 Wochen Mitgliederbefragung bei den „Einen“, Grabenkämpfe und Schimpfe für die „Oberen“ bei den „Anderen“. Bei den „Einen“ sind selbstverliebte Jungmitglieder aus Prinzip gegen Alles – und nehmen in Kauf bei Neuwahlen irgendwo bei 12 % zu landen. Bei den „Anderen“ wird „Mutti“ so lange von arroganten „Besserwissern“ angepisst, bis „Mutti“ irgendwann mal sagt: „Jetzt reicht es, ich zieh aus!“ Nur wer kocht dann für die Kinder und versucht die schmutzige Wäsche der Pubertierenden wieder auszuwaschen?

Einfach verrückte Zeiten – da lohnt es, sich auf die wichtigen Dinge des Lebens zu konzentrieren. Zum Beispiel: schön gemeinsam Fastnacht zu feiern oder bei erholsamen Spaziergängen die letzten Rückzugsgefechte des Winters zu genießen.  Und: selbstverständlich den Fotoapparat dabei zu haben, um einmalige Naturerlebnisse für liebe Freunde mit nach Hause zu bringen.

Kommt gut über den Winter und freut euch auf den Frühling.

Georg


Mein Blickwinkel im Dezember 2017:

Die Adventszeit ist immer auch Zeit zurückzublicken auf Kindheitserinnerungen in der Vor-Weihnachtszeit. Gerne erinnere ich mich z.B. zurück an die Ankunft des Nikolauses. Begleitet von seinem dunklen Kollegen, dem Knecht Ruprecht, war der Besuch dieser „Gesellen“ für uns Kinder immer mit einer zwiespältigen Erwartungshaltung verbunden: Zum einen durfte man sich auf süße Leckereien freuen, die zur damaligen Zeit eher selten verfügbar waren. Zum anderen fürchtete man sich vor der Rute des Knecht Ruprechts, mit der er die weniger schönen Taten des Jahres zu bestrafen wusste. Um dem angedeuteten Rutengefuchtel des „Schwarzen“ aus dem Weg zu gehen, half oftmals nur die Flucht unter den Kachelofen. Und erst wenn aus dem Goldenen Buch des Nikolaus auch gar manche gute Tat vorgelesen wurde und die Belohnung in Form eines kleinen Säckchens in Aussicht stand, ließ man sich dazu bewegen, das Versteck unter dem Ofen wieder zu verlassen.

Schöne Erlebnisse, an die man gerne zurückdenkt. Und heute: Mit süßen Leckereinen lockt man kaum noch kleine Kinder hinter dem Ofen hervor. Und selbst nur symbolisch angedrohte Bestrafungen mit einer Rute dürften heute fast schon als Misshandlungen von Kindern gewertet werden. Andere Zeiten – andere Bewertungen – andere Verhalten. Deshalb wie so oft im Leben haben auch Erinnerungen ihre zwei Seiten:

„Manchmal kann man die Vergangenheit mit den Sinnen festhalten: Die eine riecht nach wohltuender Erinnerung, die andere stinkt zum Himmel.“                                                                                                                 Ernst R. Hauschka

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und alles Gute für das Neue Jahr.

Georg


Mein "Blickwinkel" im September 2017:

Der Herbst ist eigentlich eine schöne Zeit: die Natur kommt zur Ruhe, die Früchte eines guten Frühjahrs und Sommers können geerntet werden, die Vielfalt der Farben in Wald und Feld lockt zu Spaziergängen und Wanderungen - natürlich immer mit dem Foto dabei. Erstaunlich jedoch, dass der Herbst bei vielen Menschen offensichtlich auch Ängste auslöst: die meisten Börsencrashs ereigneten sich bisher im Herbst, Regierungen wechseln oft unter lautem Getöse und - wie gerade in diesem Jahr - versuchen narzisstische Führer von Washington über Istanbul bis Pjöngjang mit ihren Machtspielen die Menschen zu verunsichern und zu brüskieren. Da hilft oft nur die Ruhe bewahren und zu hoffen, dass sich mit dem abzeichnenden Winterbeginn die Gemüter wieder etwas abkühlen. In diesem Sinne wünsche ich Euch einen "goldenen Herbst" mit vielen schönen Bildern der farbenprächtigen Natur.

Georg