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Giraffen

Giraffen (Giraffa camelopardalis / tippelskirchi / reticulata / giraffa) Giraffen wurden wie sehr viele der hier noch vorgestellten Tiere wissenschaftlich erstmals von Carl von Linné beschrieben. Der Wissenschaftliche Name ist „giraffa camelopardalis“, da …

Giraffen (Giraffa camelopardalis / tippelskirchi / reticulata / giraffa)

Giraffen wurden wie sehr viele der hier noch vorgestellten Tiere wissenschaftlich erstmals von Carl von Linné beschrieben. Der Wissenschaftliche Name ist „giraffa camelopardalis“, da man in ihr eine Kreuzung aus Kamel und Leopard gesehen hatte. Sie ist ein Paarhufer und Säugetier. Jungtiere fallen bei ihrer Geburt rund 2m gegen Boden.

Sie werden bis zu 6 m hoch, was für das Kreislaufsystem eine Herausforderung darstellt. Sie hat trotz ihrer Größe ähnliche Herzfrequenzen wie der Mensch (normal ist: je größer das Tier, desto niedriger die Herzfrequenz). Der Blutdruck auf Herzebene beträgt etwa 280 mmHg in der Herzaustreibungsphase, in den Beinen 400 mmHg. So schafft es die Giraffe einen Mitteldruck im Gehirn von ~75mmHg zu halten. Giraffen haben wie alle Säugetiere nur 7 Halswirbel. Um die Masse an Kopf und Hals energiesparend aufrecht halten zu können haben sie an der Rückseite dieser eine stark ausgebildete Sehne, welche den Kopf in Ruhelage in etwa 55° aufrecht hält. Kopfbeugungen etwa zum trinken fordern daher muskuläre Anstrengung, besondere elastische Arterien in Kopf fangen den Blutdruckanstieg hierbei bestmöglich ab.

Giraffen schaffen es jedoch ihren Wasserhaushalt überwiegend durch ihre Nahrung zu decken. Die Zungenspitze ist zur Vermeidung von Sonnenbränden stark pigmentiert.

Das Fell der Giraffe zeigt ein Muster auf, welches unter anderem der Wärmeregulation dient. So wird jeder Fellfleck von einer im Unterhautgewebe liegenden ringförmigen Arterie gespeist.

Das Fell der Giraffe weist antibakterielle und antiparasitäre Eigenschaften auf. Ausgewachsene Giraffen haben kaum natürliche Feinde. Sie können sich mit hohem punktuellem Druck ihrer Tritte gut verteidigen und sind schnelle Läufer. Jungtiere werden jedoch wiederholt von Raubtieren attackiert. Der hohe punktuelle Druck des Giraffenfußes führt jedoch dazu, dass die Tiere sumpfiges Terrain meiden.

Von einem Löwenrudel in Südafrika ist bekannt, dass sie Giraffen bewusst Richtung asphaltierter Straßen treiben, da die Tiere hier auf der Flucht stützen und sich verletzen, und so zu leichter Beute werden. Schotterstraßen werden ansonsten jedoch auch gerne von Giraffen benutzt.

In Kenia gibt es drei (Unter-)Arten* der Giraffe:

  • Die Masaigiraffe (Giraffa camelopardalis tippelskirchi - neu: Giraffa tippelskirchi)
  • Die Netzgiraffe (Giraffa camelopardalis reticulata - neu: Giraffa reticulata)
  • Die Uganda-. bzw. Rothschildgiraffe - nun Nubische Giraffe /Nordgiraffe (Giraffa camelopardalis rothschildi - neu: Giraffa camelopardalis camelopardalis)

Evolutionär scheinen die langen Hälse der Giraffen eher einem sexuellen Selektionsdruck zu unterliegen als allein durch die Nahrungswahl bedingt zu sein, da noch längere Beine bezüglich der Fortbewegung mehr Vorteile bringen würden und bezüglich der Nahrungsbeschaffung nicht von Nachteil wären (jedoch wohl ein Nachteil bei der Entbindung wären). Giraffenbullen konkurrieren auf der Balz und bezüglich ihrer soziallen Stellung jedoch mit einander, indem sie ihre Köpfe, gegen einen Mitbewerber schleudern. Hierfür gibt es im englischen den Begriff „Necking“, wobei ein langer Hals von Vorteil ist.

Der Bestand der Giraffen ist auf niedrigem Niveau stabil. Bezogen auf die Unterarten gibt es noch rund 500 Rothschildgiraffen*, 36.000 Netzgiraffen und 60.000 Masaigiraffen. Zusammen mit den anderen Unterarten ist der Gesamtbestand bei etwa 140.000 Tieren gelegen. 2016 lag die Schätzung noch bei rund 100.000 Tieren, so dass die Giraffe als gefährdete Art eingestuft wurde. Hierbei wurde die neueinteilung in 4 verschiedene Arten noch nicht berücksichtigt.

Nachtrag*: 2016 veröffentlichte Ergebnisse von genetischen Untersuchungen legt eine neue Einteilung der rezenten Giraffen nahe. Bisherige Unteratren werden aufgrund ihrer genetischen Differenz zu anderen nun als eigene Arten angesehen, welche nun sind: - Giraffa camelopardalis (Nordgiraffe) - Giraffa reticulata (Netzgiraffe) - Giraffa tippelskirchi (Massaigiraffe) - Giraffa giraffa (Südgiraffe)

Der Rothschildgiraffe wurde hierbei der Status einer Unterart aberkannt, da sie mit der nubischen Giraffe, einer Unterart der Nordgiraffe genetisch identisch ist. Somit gibt es in Kenia drei von vier Giraffenarten. Bezüglich der Rothschildgiraffe werden die Bestandszahlen zukünftig wohl mit denen der nubischen Giraffe verrechnet werden. 

IUCN: VU Vulnerable (gefährdet)

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