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Der Tiger (Panthera tigris) Der Tiger gilt als Größte unter den fünf Großkatzen und ist damit die größte Katze überhaupt sowie das drittgrößte Landraubtier (nach Eis- und Braunbär). Er kommt noch in etwa 76 Schutzgebieten in Südostasien, Indochina und im O…

Der Tiger (Panthera tigris)

Der Tiger gilt als Größte unter den fünf Großkatzen und ist damit die größte Katze überhaupt sowie das drittgrößte Landraubtier (nach Eis- und Braunbär). Er kommt noch in etwa 76 Schutzgebieten in Südostasien, Indochina und im Osten Russlands vor. Seine mit Abstand größte Population findet sich jedoch in Indien.

Es werden inzwischen neun Unterarten unterschieden, von denen seit den 1950ern drei ausgestorben sind. Nicht alle Unterarten übertreffen in Größe und Gewicht den durchschnittlichen Löwen.

Anforderungen des Tigers an seinen Lebensraum sind Wasser, ausreichend große Beutetiere und ausreichend pflanzliche Deckung.

Mit einer ockerfarbenen bis orangen Färbung mit schwarzen Streifen in individueller, asymmetrischer Ausprägung gilt er als unverwechselbar. Diese tarnt ihn in seinem Lebensraum hervorragend, es gibt jedoch auch sehr seltene weiße und schwarze Varianten.

Der Bauch und Teile des Gesichts sind weiß. Die Haare des Fells messen je nach Lebensraum 8 bis 40mm. Die einziehbaren Krallen des Zehengängers sind bis zu 10cm lang. Das Skelett des Tigers unterscheidet sich nur marginal von dem eines Löwen. Da besonders dem Knochen im asiatischen Aberglauben eine heilende Wirkung zugesprochen wird, war die Nachfrage nach Tigerknochen zeitweise so hoch, dass diesem auch Löwen zum Opfer fielen.

Tiger leben einzelgängerisch, sind aber gegenüber der eigenen Art gelegentlich recht sozial. Teils wurde gemeinschaftliches Jagen wie man es von Löwen kennt beschrieben, teils das Begrüßen des leiblichen Vaters eines Wurfs durch Jungtiere und Mutter. Von einem möglichen Teilen eines Beutetiers abgesehen halten sich die Kater jedoch aus der Aufzucht der Jungtiere heraus. Die Haupttodesursache der Jungtiere bleibt jedoch der Infantizid. Kater beanspruchen Reviere, welche sich mit denen von mehreren Katzen überschneidet, mit denen sie sich dann paaren. Zur Induktion eines Eisprungs findet die Paarung meistens über mehr als zwei Tage mehrmals pro Stunde statt. Durchschnittlich werden dann 3 Jungtiere geworfen, welche dann für 18 bis 28 Monate der Mutter folgen.

Die Lebenserwartung liegt bei 15-20 Jahren.

Markieren der Reviere findet durch Kratzen an Bäumen, Koten und Urinbesprühung statt.

Wie für Katzen üblich ist auch der Tiger ein Lauerjäger. Zumeist jagt er nachts oder bei Dämmerung. Der überwiegende Teil seiner Versuche schlägt jedoch trotz hervorragenden Sehens bei geringem Restlicht fehl. Nach Schätzungen ist einer von 10 bis 20 Angriffen erfolgreich. Dabei attackiert der Tiger überwiegend nach einer Phase des Anschleichens seine Beute von hinten und zielt auf den Hals. Sowohl Angriffe auf die Kehle als auch auf die Halswirbelsäule und damit den Hirnstamm gelten als typisch.

Tiger scheuen generell das Wasser nicht. Wenngleich der Sambarhirsch sein Hauptbeutetier darstellt, so sind auch Angriffe auf Krokodile beschrieben. Der Tiger zerrt die Beute dann in ein Versteck und kommt für bis zu 3-6 Tage zu dieser zurück. Etwa alle 8 Tage benötigt ein Tiger einen größeren Riss.

Der Tiger gilt generell als vorsichtig, verläuft ein Angriff nicht wie geplant wird er schnell angebrochen.

Aber nicht nur zur Jagd scheut der Tiger das Wasser nicht. Er ist ein guter Schwimmer, ist anders als andere Großkatzen auf tägliches Trinken angewiesen und badet auch gerne zur Abkühlung ausgiebig.

Besonders in den Sundabarnswäldern kommt es immer wieder für Menschen zu tödlichen Begegnungen mit Tigern, sodass er unter allen Großkatzen am meisten als "Man-eater" verschrien ist. Zwar gibt es auch tödliche Angriffe auf Menschen, bei welchen der Tiger den Menschen als Beutetier angesehen hat, ähnlich wie von Löwen beschrieben findet sich hier jedoch meist dann eine Erkrankung des Tieres, welche es zwingt, auf einfachere Beute als gewohnt auszuweichen. Normalerweise warnt der Tiger über Laute einen ihn störenden Menschen und greift erst an, wenn sein Warnen frustran bleibt. Angriffe auf Menschen sind einerseits beim Tiger kulturell bedingt besser dokumentiert als dies in Ländern geschieht, in denen Löwen leben, zum anderen kommt es im dicht bewachsenen Lebensraum des Tigers mit hoher menschlicher Populationsdichte entsprechend häufig zu ungewollten Begegnungen zwischen Tier und Mensch. Honigsammler, Fischer und Holzfäller sind typische Opfer, welche jedoch in der Regel dann nach erfolgreicher Verteidigung nicht verzehrt werden.

Hauptgefahren für die Existenz des Tigers sind neben der zuletzt recht erfolgreich bekämpften Wilderei der Rückgang seines Lebensraums. Dieser beträgt noch etwa 7% seines vor gut 100 Jahren besetzten Habitats und auch von 1995 auf 2015 hält dieser Trend an. Auch die Zahl der Tiger hat ähnlich abgenommen. In der Wildnis wird die Zahl der geschlechtsreifen Tiere auf etwa 4000 Individuen geschätzt.

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