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Elefanten

Der afrikanische Elefant (Loxodonta africana)  Elefanten sind die größten lebenden Landsäugetiere. Sie kommen in Asien und in Afrika vor, in Afrika in Form des hier thematisierten Steppenelefanten sowie in Form des stark bedrohten und deutlich kleineren …

Der afrikanische Elefant (Loxodonta africana) 

Elefanten sind die größten lebenden Landsäugetiere. Sie kommen in Asien und in Afrika vor, in Afrika in Form des hier thematisierten Steppenelefanten sowie in Form des stark bedrohten und deutlich kleineren Waldelefanten (Loxodonta cyclotis - IUCN: NE Not Evaluated [nicht beurteilt]). Die beiden Arten asiatischer (Elephas maximus) und afrikanischer Elefant unterscheiden sich morphologisch in mehreren Aspekten: so haben asiatische Elefanten eine hohe, afrikanische Elefanten eine eher fliehende Stirn.

Weiter haben afrikanische Elefanten an ihrem Rüssel einen zweiten "Finger", während asiatische nur einen "Finger" haben. Häufig unterscheiden sie sich auch in der Anzahl der Zehen, welche beim afrikanischen Elefanten zumeist vorne 4 und hinten 3 sind.

Weiter haben afrikanische Elefanten zur Kühlung - da sie mangels Schweißdrüsen nicht schwitzen können [und es bei dem Volumen/Oberflächenverhältnis auch nicht effektiv wäre] - große, gut durchblutete Ohren. Diese fallen beim asiatischen Elefanten deutlich kleiner aus. Zum Schutz vor der Sonne pudern sich Elefanten auch regelmäßig mit trockenem Sand ein.

Elefanten haben kaum natürliche Feinde. Daher stellt es für sie - anders als für andere Tiere - kein Problem dar, täglich auf Wasser angewiesen zu sein. Die bis zu 4 m großen und bis zu 7,5 t schweren Tiere benötigen täglich 100-150 Liter. Sie saugen das Wasser primär mit dem Rüssel an, um es dann in ihr Maul laufen zu lassen. Erlaubt es die Wassertiefe, gehen sie gerne auch zur weiteren Abkühlung baden.

Die Tiere leben in Herden, die immer von einer Leitkuh geführt werden. Bullen werden bei Geschlechtsreife aus der Herde vertrieben und bilden dann wie bei vielen anderen Tierarten Gruppen von Junggesellen. Die Leitkuh behält ihre Stellung in der Gruppe bis zu ihrem Tod und beerbt normalerweise ihre älteste Tochter mit dieser Position.

Die Lebenserwartung von Elefanten beträgt ohne menschliche Bejagung rund 60-70 Jahre. Sporen des Milzbrandes können beim Einpudern zu Lungenmilzbrand führen, ansonsten leiden alte Elefanten oft unter der Degeneration ihrer Mahlzähne, so dass sie, wenn sie nicht in sumpfigen Gebieten weiche Kost finden, verhungern. Elefanten ernähren sich von Laub, Obst und Gras. Der Rüssel führt die Nahrung hierbei zum Maul. Erwachsene Elefanten treten häufig mit einem Vorderfuss nach dem Greifen von tief wachsender Nahrung gegen den greifenden Rüssel, um Gräser energiesparend abzureißen. Bei über dem Kopf wachsender Nahrung nutzen sie auch gerne ihr Körpergewicht.

Die Stoßzähne des afrikanischen Elefanten wachsen bei beiden Geschlechtern ein Leben lang, bei Kühen jedoch langsamer und ohne entsprechend in die Breite zu wachsen. Sie werden zum Graben, Bearbeiten von Bäumen aber auch zur Verteidigung und bei ernsten Meinungsverschiedenheiten eingesetzt.

Vor Angriffen wird für gewöhnlich mit einem erhobenen Rüssel und abgespreizten Ohren gedroht. Zudem geben Elefanten ein hörbares Trompeten von sich, während die Kommunikation unter Artgenossen auch im für uns nicht hörbaren Infraschallbereich stattfindet.

Elefantenbullen durchlaufen ab der Geschlechtsreife wiederholt eine Phase von extremer Testosteronausschüttung (bis zu 60fach über dem normalen Serumniveau). Diese Phase wird Musth genannt (aus dem persischen - gesprochen "mast" - entspr. ~ "unter Droge" "im Rauschzustand"). Zu erkennen ist die Musth an einem geschwollenem Rüsselansatz, geschwollenen und sekretabsondernden Schläfendrüsen, sowie anhaltendem Urinträufeln. Ihr Zweck ist unklar. Die Bullen wirken introvertiert und tendieren zu extremen Gewaltausbrüchen gegenüber Artgenossen sowie gegenüber anderen Arten. Vor diesem Hintergrund ist eine weitere Erforschung der Musth stark erschwert. Als sicher gilt, dass sie nicht mit der Brunft anderer Tiere verglichen werden kann, da sie weder mit entsprechendem Kopulations-Verhalten noch mit dem Zyklus der Elefantenkühe korreliert. Es wird vermutet, dass die Schwellung der Temporaldrüsen bei den Bullen teils stärkste Schmerzen verursachen, so dass diese ihre Stoßzähne in den Boden drücken. Jüngere Bullen scheinen stärker betroffen zu sein als ältere, und die Anwesenheit von älteren scheint die Aggressivität bei jüngeren abzumildern.

Elefanten werfen einzelne Kälber, welche bereits bei Geburt über 100 kg wiegen. Die Scheiden der Kühe sind - um größere Stürze zu vermeiden - weit nach unten gerichtet, so dass sie nicht direkt unter Schwanz und Anus liegen. Die Sturzhöhe bei der Geburt ist hierdurch rund einen Meter geringer. Der Penis der Bullen ist dieser sonst paarungshinderlichen Lage angepasst.

Die beiden Zitzen der Elefantenkuh liegen zwischen ihren Vorderbeinen. Kälber können mit angehobenem Rüssel an diesen direkt saugen

Trotz des Mangels an natürlichen Feinden sind die Elefanten in ihrer Existenz teils stark bedroht. Allgemein bekannt ist die Jagd nach dem "weißen Gold", so dass Wilderei zur Vermarktung von Elfenbein auf allen Ebenen bekämpft wird. Je nach Region ist diese unterschiedlich erfolgreich - ebenso unterscheiden sich die Staaten im Umgang mit beschlagnahmtem Elfenbein. Während Tansania beschlagnahmte Stoßzähne zur Sanierung des Staatshaushaltes weiter verkauft - auch um Wildhüter einstellen und bezahlen zu können, sowie theoretisch den Preis durch die Marktflutung zu drücken - verbrannte Kenia wiederholt Tonnen von Elfenbein, um den Markt mit seinen Fachkräften, den sogenannten Elfenbeinschnitzern, die Existenzgrundlage zu entziehen und die Beteiligten in andere Berufszweige zu zwingen. Aktuell fallen jährlich rund 35.000 Elefanten den Wilderern zum Opfer.

Weniger bekannt, aber vor allem in Zentralafrika wie der zentralafrikanischen Republik ein Problem ist die Bejagung der Elefanten als Fleischquelle. Dies betrifft vor allem die kleine Population der hier lebenden Waldelefanten. Bei 250 kg Fleisch pro Elefant ist dies für die Jäger und Händler vor Ort der größere finanzielle Anreiz als die Stoßzähne des Tieres. So nehmen die Elefantenzahlen in Zentralafrika seit der dortigen Erhebung im Jahre 1977 rasch ab. Sofern sich in 50km Entfernung eine Straße befindet läuft ein Elefant hier Gefahr, erlegt und vor Ort zerteilt zu werden. Das Fleisch wird von den Wilderern zu Fuß durch den Wald bis zu einem LKW an der Straße transportiert, und in den Städten wie Bangui als Bushmeat verkauft. Festgenommene Wilderer berichten, dass sie mit keinen höheren Strafen rechnen müssen und die Waffen von korrupten Regierungsvertretern gestellt bekommen (1).

Weitere rund 900 Elefanten werden jährlich im Rahmen der Trophäenjagd getötet.

Aber auch in den Ländern mit stabilen Populationszahlen treffen die Dickhäuter bei Bauern auf nur wenig Sympathie. Bei Mensch-Elefant- Konflikten, bei denen auch öfter die Menschen zu den Verlieren gehören, handelt es sich meist um arme Bauern, welche versuchen, ihre Ernte zu verteidigen.

Elefanten stellen aber aufgrund ihrer schlechten Futterverwertung und einer täglichen Nahrungsaufnahme von rund 200kg dort wo sich ihre Population erholt ein Problem für andere Tierarten dar, da sie den von ihnen bewohnten, zunehmend kleiner werdenden Lebensraum massiv verändern.

Die Gesamtpopulation des afrikanischen Elefanten wird auf rund 300.000 bis 400.000 Tiere geschätzt, Tendenz fallend.

IUCN: VU Vulnerable (gefährdet)

(1) http://www.karlammann.ch/ammann/deutsch/Fleisch-Elfenbein/fakten - abgerufen am 10.3.2016

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